Der Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein ist Ziel eines Hackerangriffes geworden. Die Täter griffen die Daten von 837 Bürgern des Landkreises ab, und zwar ihre Namen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und Telefonnummern. Geld abheben oder die Computer der betroffenen Bürger lahmlegen könnten die Hacker mit den Daten nicht, sagte Schleswig-Hosteins oberste Datenschützerin Marit Hansen. Allerdings wäre es möglich, dass sie falsche Warenbestellungen auf Rechnungen im Namen der Betroffenen tätigten. Der Hackerangriff richtete sich gegen eine Webanwendung. Die Datenlücke ist inzwischen geschlossen.Viel konnten die Hacker mit den gestohlenen Daten offenbar tatsächlich nicht anfangen: Sie sollen sie dem Zweckverband Kommunit, der u.a. die IT-Systeme des  Kreises Schlewsig-Flensburg betreut, für gerade mal 100 Euro zum Rückkauf angeboten haben.

Kommunale Verwaltungen und andere Organisationen können prüfen, ob das Niveau ihrer IT-Sicherheit angemessen ist: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet ein Testat zur Basisabsicherung an.

Autor: Dipl.-Jur. Niklas Mühleis, LL.M., Kanzlei Heidrich Rechtsanwälte in Hannover, www.recht-im-internet.de

 

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