Das Bundesministerium für Inneres (BMI) fördert im Rahmen der Digitalisierungskampagne der Bundesregierung Smart City-Modellprojekte. Kommunen und Gemeindeverbände können sich noch bis zum 17. Mai 2019 für die erste Staffel bewerben. Um möglichst vielfältige Erfahrungen zu sammeln, strebt das Ministerium eine Verteilung der Modellprojekte in den vier folgenden Kategorien an:

  • Großstädte (> 100.000 Einwohner)
  • mittlere Städte (von 20.000 bis zu 100.000 Einwohner)
  • Kleinstädte und Landgemeinden (< 20.000 Einwohner)
  • interkommunale Kooperationsprojekte (Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Typologien erwünscht)/ Landkreise

Gesucht werden digitale Strategien, die von Kreisen, Städten und Gemeinden selbst entwickelt wurden. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müssen die Modellprojekte unter anderem fachübergreifend umgesetzt werden und dürfen sich nicht nur auf einen einzelnen Aspekt der kommunalen Verwaltung konzentrieren. Außerdem soll ihr Ziel in einer Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger bestehen.

Neben der Förderung von Modellprojekten bietet das BMI auch die Dialogplattform Smart Cities an, um dem nationalen und internationalen Austausch zu stadtentwicklungspolitischen Fragen der Digitalisierung zu fördern. Ergebnis der bisherigen Diskussionsprozesse ist die Smart City Charta.

 

Autor: Dipl.-Jur. Niklas Mühleis, LL.M., Kanzlei Heidrich Rechtsanwälte in Hannover, www.recht-im-internet.de

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren

Cybermobbing wird bei Lokalpolitikern zunehmend zum Problem

Cybermobbing wird bei Lokalpolitikern zunehmend zum Problem

Auseinandersetzungen in den sozialen Medien schlagen in der Regel einen deutlich raueren Ton an als im echten Leben. Mittlerweile sind von diesem Cybermobbing auch immer häufiger Lokalpolitiker betroffen. Der jüngste Fall, in dem der Landrat von Hameln-Pyrmont, Tjark...

read more
So viel können Datenschutzverstöße kosten

So viel können Datenschutzverstöße kosten

Mit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben sich Bedeutung und Wahrnehmung des Datenschutzes grundlegend verändert. Bekannt gewordene Verstöße und der Umgang der Aufsichtsbehörden mit diesen sorgen dafür, dass Organisationen den gesetzlichen...

read more
Risiken bei der Nutzung von Microsoft Office 365

Risiken bei der Nutzung von Microsoft Office 365

Microsoft Office 365 ist eine Kombination aus einem Online-Dienst, einer Office-Web-Anwendung und einem Office-Software-Abonnement und hält Einzug in vielen Unternehmen, Verwaltungen und Schulen. Im Herbst 2018 kam eine von der niederländischen Regierung veranlasste...

read more
Was tun bei Datenpannen?

Was tun bei Datenpannen?

Gehen Daten verloren und werden sie insbesondere Dritten zugänglich, so sieht die DSGVO schon in einfachen Fällen scharfe Meldepflichten innerhalb kürzester Zeit vor. Ein verlorener USB-Stick kann schon reichen. Drohen Kunden oder Mitarbeitern dadurch erhebliche...

read more
Fotografieren und Datenschutz

Fotografieren und Datenschutz

Mit dem Wirksamwerden der Datenschutz-Grund­verordnung (DSGVO) entstand vielfach erhebliche Un­sicher­heit, welche daten­schutz­rechtlichen Anforderungen beim Thema Foto­grafieren von Personen zu beachten sind. Dem möchte der Landes­beauftragte für den Daten­schutz...

read more